Aktivitäten
- Kumitelehrgang für Mädchen und Frauen am 20. Januar 2008
- Bericht über den Schwimmausflug am 11. 11. 2007
- Halloweentraining 2. November 2007
- Weltkindertag 16. 09. 2007
- Bericht über den Jugendtrainingstag am 18. 02. 2006
- Erlebnisbericht vom 18. 09. 2004 – Wanderung der Karateabteilung
- Yuishinkan-Survival-Lehrgang September 2002 in Belgien mit Eddy de Vos
- Jahresbericht der Abteilung Karate-Do in TG Witten
Kumitelehrgang für Mädchen und Frauen am 20. Januar 2008
Nach einem Spontanentschluss aufgrund des schlechten Wetters konnte unsere Abteilung mit einen prall gefüllten Auto kampfeslustiger Frauen bzw. Mädchen in Duisburg aufmarschieren. Als einer der am stärksten vertretenen Vereine besuchten wir den Lehrgang „Angstfreies Kämpfen” bei Susanne Nitschmann. Dort hieß es dann zwei Stunden Kumite-Training. Nach einer kurzen Aufwärmphase ging es dann auch gleich los mit Randori. Da der Lehrgang gut besucht war, hatte immer eine Gruppe Pause, während sich eine zweite Gruppe einen 1:30 Minuten-Kampf lieferte und dann wurde flott gewechselt. So konnte jede gegen jede kämpfen und man kam gut ins Schwitzen. Dank der Musik merkte man die Anstregung allerdings kaum. Verletzte gab es nicht und es konnten viele Erfahrungen gesammelt werden.
Text: Sabrina Aschmoneit
Bericht über den Schwimmausflug am 11. 11. 2007
Am 11. November trafen wir uns am Wittener Hbf um gemeinsam ins „Schwimm in” nach Gevelsberg zu fahren.
Bereits im Zug bei der Fahrkartenkontrolle brach Chaos aus. Der Kontrolleur musste feststellen, dass sich von den ca. 20 Leuten unserer Gruppe mehrere Leute ein Ticket teilten, wobei die Besitzer des Tickets und die Personen die mitfuhren zumeist weit auseinander saßen. Zudem war auch noch eines der Tickets verschwunden, welches sich jedoch nach langem Suchen in einer Hosentasche wiederfand. Nachdem sich die Unruhe in unserem Zugabteil gelegt hatten und jeder sein Ticket hatte vorzeigen können, verschwand der Kontrolleur fluchtartig. Um uns herum hatten sich die Plätze ein wenig geleert, da es einige Passagiere vorzogen in einem etwas ruhigeren Abteil zu sitzen.
In Gevelsberg angekommen fuhr uns der Bus vor der Nase weg, was uns jedoch nichts weiter ausmachte, da wir uns dank des Regens bereits wie im Schwimmbad fühlten. Mit einer halben Stunde Verspätung trafen wir schließlich im Schwimmbad ein. Sofort stürzten sich die Kinder auf die Rutschen, welche jedoch auch bei den älteren Mitgliedern der Gruppe auf große Begeisterung stießen. Auch der Sprungturm traf auf großen Anklang. In einigen Becken entbrannten Wasserschlachten, während sich die etwas verfrorenen von uns im warmen Kinderbecken drängten. Einige der älteren Mitglieder holten am Beckenrand ihren Schlaf nach. Eine kurze Stärkung gab es für einige in Form von Hamburgern und Pommes im Café des Schwimmbads.
Als wir uns nach dem Schwimmen vollzählig am Bahnhof versammelt hatten, bestätigte die Bahn mal wieder ihre Zuverlässigkeit durch eine längere Verspätung. Mit 1½ Stunden Verspätung wurden die Kinder von ihren ungeduldig am Wittener Bahnhof wartenden Eltern in Empfang genommen. Wie sich herausstellte war unser Schwimmausflug ein großer Erfolg, den die Kinder gerne wiederholen wollen. Ein weiterer Termin ist schon in Planung.
Text: Carina Nabor
Halloweentraining 2. November 2007
Inspiriert durch eine Trainerfortbildung wagte sich die Jugendabteilung an ein neues Event. Im Rahmen eines Halloweentrainings am 2. 11. 07 waren alle Eltern herzlich eingeladen. Obwohl auf der Einladung vermerkt war, dass Sportzeug mitgebracht werden soll, waren einige Elternpaare ohne angereist. Da stellt sich wohl die Frage, ob dies bewusst oder unbewusst geschehen ist. Aber alles kein Problem, sie mussten trotzdem mitmachen.
Das Training begann wie immer mit dem Angrüßen, was für einige Eltern ein etwas ungewöhliches Ritual darstellte. Danach begannen wir mit Halloween-Aufwärm-Spielen wie etwa Zombieball. Danach teilte sich die Gruppe in Karateprofis und Eltern. Die Karateprofis trainierten mit Frank für ihre Prüfung. Die Eltern, eine unerwartet große Gruppe, hatten das Vergnügen mit Brini und Marcel einen Crashkurs in Karate zu erleben. Im Schnelldurchlauf erlernten sie das richtige Schließen der Faust, Tsuki, Kiai, Zenkutsu dachi und Haraiotoshi uke. Vielen Eltern fiel das gar nicht so leicht. Brini und Marcel halfen dann gelegentlich beim Entknoten der Arme und dann ging es weiter. Die Eltern waren mit viel Spaß und Eifer dabei. Auch wenn das ein oder andere verzweifelte Gesicht wohl noch bis zu Hause erhalten blieb.
Nach dem Karatetraining wurden noch einige Abwärm- und Entspannungsspiele gespielt. Nach dem Abgrüßen ging es dann endlich zum gemütlichen Beisammensein über, was von Sandra, Franks Frau, liebevoll in dem Vorraum der Halle vorbereitet worden war. Insgesamt kann man wohl sagen, dass dies ein gelungenes Event war, denn aus Erzählungen hörte ich, dass manche Eltern zu Hause noch weiter geübt haben.
Text: Sabrina Aschmoneit
Weltkindertag 16. 09. 2007
In diesem Jahr, nahmen wir, die Karateabteilung der TG Witten, zum zweiten Mal am Weltkindertag in Witten teil. Nachdem unsere Vorführung 2006 viele Besucher an die Bühne zog, konnten wir uns die Veranstaltung natürlich auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen. Und da das Jugendteam (Brini, Marcel, Carina, Malte) in diesem Jahr von Anfang an über die Planung des Weltkindertages informiert wurde und uns so auch etwas Zeit zum Planen lieb, entschieden wir uns, zusätzlich zu einer Vorführung, für einen Informationsstand mit Kuchenverkauf. Den Kuchen dafür spendeten einige Karatekas und ihre Eltern.
Als die ersten Kuchen dann pünktlich um 12 Uhr geliefert wurden, befand sich das Jugendteam schon mitten im Aufbau des Vereinspavillons. Nicht lange gefackelt hatten wir dann noch die eine oder andere helfende Hand von Eltern und Karatekas. Im nu stand dann der Pavillon und wir konnten uns ans „Schmücken“ begeben. Wir klebten jede Menge Schnupperkurs-Flyer an den Pavillon und unsere Tische und kennzeichneten unseren Stand mit einer Zahl. (Dies war wichtig, da wir am Jubiläumsquiz des Weltkindertages in Witten teilnahmen.)
Und dann ging es auch schon los. Pünktlich um 14.00 Uhr eröffnete Gerd Kinski, Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Witten, den 10. Weltkindertag in Witten. Zwei Stunden später, um 16.00 Uhr, sollte dann auch unsere Vorführung stattfinden. Die meisten Teilnehmer sichtete das Jugendteam schon weitaus vor dem eigentlichen Treffpunkt um 15.20 Uhr. Diese waren dann auch alle pünktlich am Treffpunkt Kuchenstand. Die wichtigsten Männer allerdings fehlten noch – die Trainer. Das Jugendteam saß schon auf heißen Kohlen und war sehr nervös. Aus Angst, dass die Vorführung nicht wie geplant stattfinden könnte. Hektisches zu allen Seiten schauen war in diesen Momenten die Hauptaufgabe des Jugendteams.
Doch dann, die Erlösung. Die Trainer waren in Sichtweite. Trotz vieler gesperrter Straßen und voller Parkplätze kamen sie noch rechtzeitig, sodass die Vorführung wie geplant stattfand. Am Ende des Tages, um 18.30 Uhr hatten wir nur noch wenig Infomaterial und auch von den vielen Kuchen war nicht mehr viel übrig. Uns hat der Tag super gefallen und wir wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein.
Text: Sabrina Aschmoneit
Bericht über den Jugendtrainingstag am 18. 02. 2006
Ralf Baier doziert …
Es ist der 18. 02. 2006. Samstag. Morgens. 7.00 Uhr. Ob man es glaubt oder nicht 23 Schülerinnen und Schüler zwischen 8 und 20 Jahren haben den Weg zur kleinen Jahnhalle gefunden. Noch leicht verschlafen nehmen alle das „Zieht euch Sportzeug für draußen an.” von Ralf wahr und denken sich „Mensch, dass kann doch nicht wahr sein. Er will doch jetzt nicht wirklich mit uns nach draußen gehen, oder?” Doch es war sein Ernst. Um kurz nach 7 Uhr waren dann alle fertig umgezogen und es ging zum Sportplatz. Dort hieß es dann ganze 60 Minuten – auf meist leeren Magen – joggen. Zwischendurch gab es natürlich auch Runden wo man nur ganz locker und langsam joggen musste, doch das war dann nur die Ruhe vor dem Sturm. Man musste an ganzen 22 Karateka vorbeisprinten um sich vorne wieder in die Reihe einzuordnen oder man musste im Slalom um sie herumlaufen. Nach ungefähr 60 Minuten ging es dann ziemlich erschöpft in die Sporthalle, wo wir dann mit unserer letzten Energie auch noch 10 Tsuki mit Kiai machen „durften”. Den Hausmeister haben die ganz sicherlich nicht aus dem Bett geworfen.
Im Anschluss daran gingen wir ins Vereinheim „Matchball”, wo wir uns jedoch ein wenig bei einer Theoriestunde erholen konnten. Wir lernten weshalb wir überhaupt Theorie lernen „müssen” und wo Goju Ryu Karate überhaupt herkommt. Dabei mussten wir feststellen, dass dort noch einige Lücken bei uns zu füllen sind. Aber das lag sicherlich nur daran, dass alle mit den Gedanken bereits beim Frühstück waren, das neben uns hergerichtet wurde.
Als Ralf seinen Vortrag dann endlich beendet hatte (Achtung Ironie), stürmten wir den reich gedeckten Frühstückstisch. Entgegen meinen Erwartungen gab es kein gesundes Sportler Frühstück, sondern man fand Nuss-Nugat-Krem, Marmeladen sowie Käse und Wurst auf den Tischen. Zu Trinken gab es Kakao, Säfte oder Wasser. Für die älteren Semester gab es natürlich auch Kaffee.
Als alle fertig gefrühstückt hatten, hatten wir noch etwas Zeit bis zur nächsten Trainingseinheit. Die Generation im Alter von 17 und aufwärts nutze die Zeit um noch ein wenig sitzen zu können, wohingegen die Jüngeren scheinbar schon zuviel Energie getankt hatten, denn diese jagten sich über den Sportplatz.
Um 10 Uhr ging es dann wieder in die Sporthalle, wo uns wieder eine Praktische Einheit erwartete. Diesmal hieß es „Zieht euch eure Karatesachen an und kommt dann in die Halle”.
Gesagt, getan. Als alle fertig waren, begrüßten wir uns im Seiza. Dann erklärte Ralf allen noch einmal wie der Gürtel (Obi) gebunden wird. Dann ging es wie üblich weiter mit leichtem Dehnen und warm machen. Das Aufwärmen führte zu einigen Gleichgewichtsstörungen – Nein, wir haben keinen Alkohol getrunken –, da wir einige Purzelbäume machen mussten. Dies war die Vorbereitung auf das folgende Training. Wir wurden von Ralf und seiner Assistentin Birgit über deren Köpfe geworfen. Im Anschluss daran teilte Ralf jedem einen größen- und gewichtsmäßig passenden Partner zu und wir durften uns gegenseitig über unsere Köpfe werfen. Im Anschluss daran standen dann zwei Alternativen aus. Zum einen das vollständige erlernen des Wurfes (Nage Waza) und zum anderen das tiefgehende Üben der Taikyoku. Bis auf zwei Karateka entschieden sich alle für den Wurf, und auch die anderen beiden konnten überzeugt werden. Auch hier achtete Ralf auf die Größen und Gewichtsverhältnisse. Schritt für Schritt kamen wir dem Wurf näher, bis er schließlich richtig saß.
Dann hieß es Matten wegräumen und Pratzen anziehen. Hier konnten wir wieder richtig Powern indem wir Tsuki, Mae Geri und Mawashi Geri gegen die Pratze machen durften. Als hierbei jeder dran war nahmen sich Birgit und Ralf Schlagpolster und wir durften mit ganzer Kraft machen was wir wollten. Tsuki, Keri oder was auch immer.
So ausgepowert hieß es dann aufräumen und abgrüßen. Nach dem Abgrüßen zogen wir uns bequeme Sachen an und gingen wieder ins „Matchball”, wo das Mittagessen auf uns wartete.
Es gab Nudeln mit Bolognese Sauce und Salat, zum Nachtisch gab es Vanillepudding. Die Salate blieben jedoch zum größten Teil unberührt. Aber das war ja nicht anders zu erwarten, oder? Im Anschluss an das Mittagessen ging es wieder zur Halle, wo uns eine Überraschung erwartete. Wir zogen uns wieder unsere Karatesachen an und gingen in die Halle. Dort sah man Ralf mit einem weißen Gürtel und einen mehr oder weniger Unbekannten mit einem schwarzen Gürtel. „Was geht denn jetzt ab?”, war wohl der Gedanke, der den meisten in den Kopf kam. Diese Frage wurde durch Stiek beantwortet der uns erklärte, dass wir in unserer nun bevorstehenden praktischen Trainingseinheit Jiu Jitsu praktizieren werden. Er erzählte ganz kurz etwas dazu und wir grüßten uns an. Stiek zeigte uns einige Tricks die man anwenden kann, wenn man angegriffen wird. Wie man einen Hebel anwendet wenn uns jemand die Hand gibt und uns dabei in eine Ecke drängen will, oder was zu tun ist, wenn uns jemand von hinten angreift. Die Zeit verging für alle wie im Flug und so hieß es dann auch schon wieder „Seiza”. Nach dem Abgrüßen gingen wir mit Stiek ins „Matchball” wo er uns etwas zum Thema „Kampfkünste allgemein” erzählte.
Während wir uns entspannen konnten und uns über die von Stiek mitgebrachten Weingummis hermachten, bauten die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Tages einen Parcour in der Sporthalle auf. Mehr oder weniger pünktlich um 15.15 Uhr wurden wir von Ralf, Monika, Ralf und Birgit abgeholt und zur Turnhalle begleitet. Vor der Tür hieß es dann, dass alle in die Herrenumkleide gehen sollten….
Nase rümpfend und leicht verwirrt traten also auch die Mädchen in die Jungenumkleide ein. Dort verteilte Ralf Augenbinden und erklärte uns, was uns nun erwarten würde. Ein Parcour, den wir ganz alleine laufen müssen. Zwar werden wir vorsichtshalber von jemandem begleitet, doch derjenige sagt uns nicht, wo es lang geht. Also gut, die Älteren noch leicht skeptisch ließen die erwartungsvollen Jüngeren gerne den Vortritt. Da immer nur wenige Leute gleichzeitig durch den Parcour laufen konnten nahm diese Einheit sehr viel Zeit in Ansprich, sodass nachdem alle durch wahren, direkt abgegrüßt werden konnte.
Im Anschluss daran ging es dann ein letztes Mal ins Matchball, wo der Kakao und Kuchen auf uns wartete… Nebenbei natürlich auch unsere Eltern, die sich bereits eine Stunde zuvor zu einem Elternnachmittag zusammengefunden hatten. Wir ließen den Tag mit Ralf noch einmal revue passieren und bewerteten die einzelnen Tageseinheiten indem wir Punkte vergaben. Es stellte sich heraus, dass es allen super gefallen hat, und eine Wiederholung des Ganzen sicherlich wieder großen Anklang finden würde.
Text: Sabrina Aschmoneit
Erlebnisbericht vom 18. 09. 2004 – Wanderung der Karateabteilung
Liebes Tagebuch
Erster Eintrag
Samstag, 18. 09. 2004, 13:00 Uhr MEZ
Wir befinden uns auf dem Hochplateu des Ardeygebirges. Es handelt sich dabei um ein zum Großteil bewaldeten Höhenzug am Südostrand des Ruhrgebietes. Unsere Koordinaten betragen 51°26’49” westlicher Breitengrad und 7°20’15” östlicher Längengrad.
Es ist ca. 25°C warm. Die Witterung ist trocken und sonnig. Es ist leicht windig. Unsere Expidition besteht aus 15 einhalb Mitgliedern und wird uns auf eine Höhe von 274m ü. NN führen. Wir werden in Gebiete vorstoßen, die kein Wittener Karateka zuvor betreten hat. Alle sind gut mit Rucksäcken ausgerüstet. Es ist genügend Proviant vorhanden. Falls wir vom Kurs abkommen sollten könnten wir wahrscheinlich wochenlang überleben. Ich habe meine Steigeisen und meine Gletscherbrille vergessen. Glücklicherweise haben wir Angela als Ärztin dabei.
Zweiter Eintrag
13:20 Uhr MEZ
Leichte Nervösität macht sich unter den Teilnehmern breit, da der Guide Birgit mit einer leichten Verspätung zu der Gruppe stößt. Nach ihrem Eintreffen setzt sich die Truppe unverzüglich in Bewegung. Wir wissen nicht was uns erwartet.
Dritter Eintrag
Wir haben den ersten Anstieg vor uns. Ich habe bereits die Orientierung und das Zeitgefühl verloren. Wir befinden uns irgendwo im Wald und machen nach einer halben Stunde Fußmarsch die erste Pause an einer Tannenschonung.
Die mitgeführten Lebensmittel werden verteilt. Es gibt Kaffe, Tee, Wasser, Pflaumen, Pflaumenkuchen und Nussecken. Unsere Vorräte neigen sich dem Ende entgegen.
Wolfgang Joswig entdeckt über uns einen kreisenden Geier. Schreck lass nach, es war doch nur ein Habicht.
Wolfgang Litter fragt wie lange wir noch gehen.
Vierter Eintrag
Die Stimmung ist gut, die Landschaft fantastisch. Wie haben Suse und Birgit das mit dem Wetter bloß hingekriegt?
Auf der zweiten Etappe bleibt die Spitze des Zuges plötzlich stehen. Eine übergroße Raupe kreuzt den Weg der Gruppe. Ist das das Ende? Sie ist pelzig und der Kopf sieht irgendwie aus wie ein Krokodil findet Verena.
Fünfter Eintrag
Der Pfad wird immer schwieriger. Wir stehen vor dem letzten und wohl schwierigsten Anstieg. Ich schiebe den jüngsten Teilnehmer in dem Kinderwagen über Wurzel, Stock und Stein das Massiv hoch. Auf der Schulter trage ich zudem eine Nachwuchskletterin, welche kurz nach der ersten Biegung bereits an ihre physischen Grenzen stieß. Tja, irgendwer muss halt den Scherpa machen, außerdem wer A sagt muss auch B sagen.
Jetzt endlich zahlt sich das jahrelange Extremtraining aus. Anne erfrischt sich an einem Bach. Auf der Straße fährt ein Auto mit Frankfurter Kennzeichen an uns vorbei. Sind wir schon im Taunus?
Sechster Eintrag
Wir haben den Höhengrad hinter uns gelassen. Vorraussichtlich liegt jetzt die leichtere Etappe vor uns. Wolfgang Joswig und ich stimmen ein Wanderlied an. Die Stimmung in der Gruppe neigt sich plötzlich dem Tiefpunkt entgegen.
Siebenter Eintrag
Wir stoßen wieder auf Zivilisation. Ansonsten haben auf der gesamten Strecke lediglich ein Pärchen mit Hund und zwei Wanderer unseren Weg gekreuzt.
Auf dem Schulhof der Borbachschule ca. eine halbe Stunde vor dem Ziel machen wir eine weitere Pause. Es gibt Nussecken von Jörg und Suse.
Achter Eintrag
17:00 Uhr MEZ
Wir erreichen planmäßig unser Basiscamp, die Ardeyer Golfhütte. Katja, Ralf und Kira erwarten uns bereits und habe draußen tolle Plätze reserviert.
Erschöpft aber zufrieden wird die erste Runde bestellt.
Die Familien Graf und Nabor stoßen ebenfalls dazu. In alter Outdoormanier wird frisch gegrilltes zur Stärkung serviert.
Wir genießen noch den Eintritt der Abenddämmerung und es wird langsam kälter. Das Bier wärmt jedoch einige von uns von innen.
Die Kinder bewundern noch die freilebenden farbenprächtigen Papageien des Außengeheges. Sie verleihen der ganzen Anlage ein außergewöhnlich exotisches Ambiente.
Die Idylle wird lediglich durch die Gesänge der eingeborenen Stammesälteren vom Nachbartisch gestört. Von da an beschäftigt uns nur noch eine Frage: „Lebt denn der alte Holzmichl noch?’
Wir danken Suse und Birgit für diesen schönen Tag. Wir haben eine wundervolle Landschaft erlebt und einen super Tag gehabt. Nach einstimmiger Meinung schreit dies nach einer unbedingten Neuauflage im nächsten Jahr.
Ende der Einträge
P. S.: Suses Rezept für Nussecken
- Man nehme eine handvoll Ecken.
- Am besten Dreiecke.
- Belege diese großzügig mit einer Schicht Nüsse.
- Bitte keine Kokosnüsse
- Und lasse die Oberseite von Jörg braun anstreichen
Guten Appetitt
Text: Frank Brzezina
Yuishinkan-Survival-Lehrgang September 2002 in Belgien mit Eddy de Vos
Dies ist ein vollkommen objektiver Rückblick auf das „Yuishinkan Goju-Ryu Karate-DoInternational Survival-Weekend” in Opoeteren-Louwel, Belgien, zu dem Eddy De Vos, 5. Dan, dieses Jahr zum 4. Mal einlud. Es fand vom 13.09. bis 15.09.02 statt, und u. a. nahm daran eine Gruppe von fünf unverdrossenen Karateka der TG Witten und des Castroper TV teil.
Beginnen wir damit, dass ich mich trotz aller Warnungen dazu entschied, am Survival Lehrgang teilzunehmen. Bevor es soweit war, dachte ich oft, Dummheit muss eben bestraft werden, und wie hätte ich meinen Entschluss nach Erfahrungsberichten unserer Trainer (nachts um 3 Uhr 6–10 km mit Turnschuhen / barfuß durch Dünen und Wald joggen) anders nennen sollen. Dieser Eindruck bestätigte sich, als Ralf mich auf der Fahrt zu Uwe und Yunus danach fragte, ob ich an Schmerzmittel gedacht hätte. (Ein Karateka kennt keinen Schmerz – dank Schmerzmittel!) Zunächst wurde es aber nur zusehends enger im Auto. Der eh schon volle Kofferraum füllte sich in Castrop noch um einiges (von wegen Frauen hätten das meiste Gepäck). Noch besser wurde es, als Holger in Leverkusen zustieg, da jemand auf die glorreiche Idee gekommen war, lasst uns versuchen, fünf Karateka in ein Auto zu quetschen. Aber auch Holger passte noch irgendwie rein, sogar der Kofferraum ging zu, und auf der Rückbank wurde es mit Uwe, Yunus, mir und den Bo richtig gemütlich. Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir schließlich unseren Zielort, das Naturschutzgebiet Opoeteren-Louwel, wo wir zwei lange Baracken und einige andere Karatekas vorfanden. Nun mussten wir uns entscheiden, ob wir sofort die Zelte aufbauen, oder erst etwas essen wollten. Letzten Endes setzte sich die hungrige Meute durch, was dazu führte, dass es stockdunkel war, als wir die Zelte aufbauen wollten. Die vier Gentlemen hatten sich in den Kopf gesetzt, dass die einzige Lady der Gruppe ein Extrazelt haben sollte, was allerdings schon bald an der Tatsache scheiterte, dass die Zeltstangen von Uwes Zelt unauffindbar waren.
Ich konnte Uwe und Yunus also mit Mühe überzeugen, dass Frauen auch nur Menschen sind, und es sehr unbequem ist, im Auto zu schlafen. Jetzt hatte ich zwei Helfer für den Zeltaufbau, sogar mit Erfahrung (Yunus: „Ich weiß wie man ein Zelt aufbaut!”). Okay, ich denke mal, mit einem „normalen” Zelt wären sie auch ohne meine Hilfe klargekommen, aber so lief es darauf hinaus, dass ich herumwuselte und den beiden Anweisungen wie „Halt mal!” gab. Dann marschierten wir mit Taschenlampen ausgerüstet zum Dojo (ein großes, weißes Zelt), wo es eine Begrüßungsrunde gab. Einige Zeit später standen wir mit (noch) weißen Anzügen im Dojo und machten eine mir völlig unbekannte Kata, bis wir zu einzelnen Bunkai Formen übergingen, die für mich auch neu waren. Es ist mir zwar schleierhaft, wie mein Partner und ich es geschafft haben, Eddys Bunkaiversionen nachzuvollziehen, aber es hat wirklich geklappt. Falls mich mein Gedächtnis nicht täuscht, sind wir dann so gegen 1 Uhr ins Bett, bzw. Zelt gegangen. Wie gut, dass die nächste Einheit schon um 3 Uhr war, denn sobald die Trainingswärme weg war, wurde es verdammt kalt im Schlafsack, auch mit drei Pullovern und Wollsocken. Zu diesem Zeitpunkt war Yunus bereits erkältet. Wach wurden wir dann irgendwann in der Nacht, und stellten fest, dass die anderen schon im Dojo waren. Also rein in den arschkalten und feuchten Anzug, und hinterher. In den Jahren vorher seien sie um die Zeit joggen gegangen, sagte Ralf, aber uns wurde das erspart. Überhaupt sind wir kein einziges Mal joggen gegangen, und haben immer im Dojo trainiert, bis auf die eine Bo / Shinai Einheit, die hinter dem Dojo auf der Wiese stattfand.
Nachts um 3 Uhr haben wir zuerst eine andere mir unbekannte Kata gemacht (es gibt halt viele Katas, die ich nicht kenne), und sind dann zu Gekisai Bunkai auf einer Linie übergegangen. Das hat auch im Halbschlaf ganz gut geklappt. Nach etwa einer Stunde ging es zurück ins Zelt, bis zur nächsten Trainingseinheit um 6.30 Uhr. Es ist wohl nicht nötig, jedes Training im Einzelnen zu beschreiben, allerdings sollten vielleicht die Würfe und Hebel zur Gekisai Bunkai noch gesondert erwähnt werden (an den Rest kann ich mich sowieso nur noch dunkel erinnern), da wir hinterher alle wie Sandschweine aussahen. Es hat aber wirklich Spaß gemacht – ich liebe es eben, in den Dreck geworfen, dann fixiert und anschließend kampfunfähig gemacht zu werden. Vor allem, wenn man einen kreativen Partner hat („Warte, jetzt kann ich dich noch hebeln, oder hierhin treten, oder doch lieber…”).
Was außerdem sehr interessant war, waren einige Unklarheiten bei den Waschräumen, genauer gesagt beim „wer wo”. Es gab zwar zwei Waschräume, also hätten Frauen und Männer theoretisch getrennt duschen können, aber aus irgendwelchen Gründen waren die Männer immer in beiden vertreten. Da es keine Schilder (M/W) gab, war es ohnehin Gerüchten und der eigenen Phantasie überlassen, herauszufinden, wer von Rechts wegen wo duschen sollte. Die Klos waren übrigens echt cool – zumindest für Leute mit Bio Leistungskurs. Da gab es alles von fetten Spinnen über gemeine Mücken bis hin zu dicken Motten und Weberknechten. Echt survival eben. Das Essen war gut, auch für eine pingelige Vegetarierin wie mich. Nach der letzten Trainingseinheit am Sonntag fand noch ein Fotoshooting statt, bei dem wir fünf mit größtenteils misslungenen Stunts auf uns aufmerksam machten. Danach hieß es einpacken, und auch dies Mal ging der Kofferraum irgendwie zu, allerdings war es echt knapp. Hinten war es auf der Rückfahrt wieder kuschelig eng, und wir nutzten die Gelegenheit, um zu schlafen oder zu dösen (die Bo waren ja so bequem …), bis wir dann in Leverkusen Holger ausluden, und so jeder wieder mehr als ein halbes DIN A 4 Blatt Platz hatte. Ich denke, dass sich inzwischen jeder anhand dieses völlig objektiven, rein sachlichen Textes eine Meinung dazu bilden kann, ob es sinnvoll ist, an einem Survival Lehrgang teilzunehmen. Ich für meinen Teil kann diese Frage eindeutig mit „Jein” beantworten – es kommt ganz darauf an, was man will. Ich habe mich als Sandschwein und einzige Frau in einer Männergruppe (nicht auf den gesamten Lehrgang, sondern nur auf uns Wittener / Castroper bezogen) sehr wohl gefühlt, und mich, da das Joggen ausgefallen ist, kein Stück überfordert gefühlt. Also denke ich, dass es eine prima Erfahrung war, und keine einmalige Angelegenheit bleiben soll. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Eddy und seine zahlreichen Helfer, die das Stattfinden des Lehrgangs erst möglich gemacht haben.
Text: Verena Willkomm
Jahresbericht der Abteilung Karate-Do in TG Witten
Das erste Jahr des Bestehens unserer Abteilung ist nun vergangen und brachte zur Freude der drei Gründungsmitglieder und Übungsleiter Barbara Tönies, Ralf Baier und Ralf Budde und besonders der immer zahlreicher werdenden aktiven Mitglieder unserer Abteilung eine die Erwartungen übertreffende Entwicklung:
Sowohl die Abktivitäten innerhalb der Abteilung als auch unsere Beteiligung an externen Veranstaltungen können sich sehen lassen. Dazu später mehr.
Dass wir mittlerweile 42 Mitglieder, davon sechs Jugendliche, zum zweistündigen Training jeweils am Dienstag und Donnerstag begrüßen dürfen, liegt sicherlich sicherlich auch an der aufgeschlossen Atmosphäre innerhalb unserer Gemeinschaft, insbesondere aber an der Art und Weise wie Neulingen unser Sport vermittelt wird. Neben dem Einüben von Technikformen (sog.Kata) und dem Trainieren des reglementierten Kampfes (Kumite) werden in den Übungseinheiten sowohl Konditions- und Konzentrationsübungen als auch Gymnastikprogramme durchgeführt. Zur Auflockerung fließen Ballspiele, Bewegungsspiele und speziell auf unseren Sport ausgerichtete Aerobic (mit fetziger Musik unterstützt) ein.
Anfängern erleichtern wir durch eine eigene Übungsgruppe den Einstieg. So konnten wir im April zehn neue Mitglieder in unseren Anfängerkurs begrüßen. Jeder Interessierte ab 15 Jahren – egal welchen Geschlechts und welcher sportlichen Vorkenntnisse – ist herzlich eingeladen einmal bei unserem Training zu schnuppern. Ein Angebot für Jüngere ist ebenfalls in Planung.
Unser bisheriges Engagement zeigt sich ebenfalls in der Tatsache, dass nach nur siebenmonatigem Training 23 unserer Mitglieder ihre erste Kyu-Prüfung zum Gelbgurt bestanden haben. Im Dezember dieses Jahres steht für einige von ihnen die Prüfung zum Orangegurt an. Für unsere neuen Mitglieder besteht hier die Möglichkeit, die Prüfung zum gelben Gürtel abzulegen.
Besonders stolz sind wir auf die gelungene Ausrichtung unseres ersten NRW-Goju-Ryu-Turniers und -Lehrganges mit KyoshiFritz Nöpel. Nach etlichen Wochen der gemeinsamen Planung und Vorbereitung konnten wir am Samstag, den 19. August, insgesamt 50 Teilnehmer aus ganz NRW begrüßen. In den drei Wettbewerben Kata-Einzel und -Mannschaft sowie Kumite)-Einzel sahen u. a. der erste Vorsitzende der TG Witten G. Stratmann – der auch unsere Gäste begrüßte – sportlich faires und hochklassiges Karate-Do. Dass bei den Kata-Wettbewerben unsere drei Schwarzgurte ev. einen der vorderen Plätze belegen würden, war ja noch zu erwarten (sie wurden zweiter mit der Mannschaft), aber dass unsere beiden Gelbgurtteams, die ihren allerersten Wettkampf bestritten, gleich auf's Siegertreppchen stiegen, hat wohl niemand erwartet. Sowohl das TeamTGW I mit Marco Born, Frank Brzezina und Dagmar Kloß als auch das Team Witten II in der Besetzung Daniel Meyer, Christian Mitze und Alexander Ivchenko konnten in ihren Klassen jeweils „Bronze” in Empfang nehmen. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang noch das Erreichen des Einzelfinales der letzten Vier von Frank Brzezina. Selbst Fritz Nöpel, Europas ranghöchster Karateka im Goju-Ryu (8. Dan) war beeindruckt und versprach auch im nächsten Jahr beim 2. Turnier am 22. 09. 2001 wieder dabei zu sein.
Weitere Turniererfolge im vergangenen Jahr konnten Ralf Budde (8. Platz – er verpasste das Finale leider sehr knapp) und Barbara Tönies (5. Platz) auf den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Würzburg feiern. Desweiteren steht im November dieses Jahres die mit Spannung erwartete Teilnahme an den deutschen Goju-Ryu-Meisterschaften an.
Anlässlich des 153. Stiftungsfestes der Turngemeinde Witten am 28. 10. 2000 wird es eine Vorführung unserer Abteilung geben, so dass auch „Nicht Insider” einen kleinen Einblick in unseren Sport bekommen können. Diesen konnten sich auch Zuschauer verschaffen, welche die zwei weiteren Vorführungen unserer Abteilung im Rahmen der Jugendsportlerehrung in Witten und des Campusfestes in Dortmund besuchten.
An Aktivitäten ist noch ganz besonders die Teilnahme einiger Mitglieder am diesjährigen Sommerlehrgang in Kamen zu erwähnen. Hier trafen sich für vier Tage ca. 600 Karateka aus ganz Europa, die an dem Training vieler hochgraduierteter Gasttrainer teilnehmen wollten. Das gemeinsame Camping sowie das vom Veranstalter organisierte Rahmenprogramm trugen zu einer über den Sport hinausgehenden Begegnung vieler „Gleichgesinnter” bei. Insgesamt verlebten wir also ein sehr aktives Jahr. Wir möchten jedoch nicht vergessen zu erwähnen, dass unser „aufstrebendes Unternehmen” ohne die tatkräftige Unterstützung des Hauptvereins nicht hätte realisiert werden können. Hier gilt unser Dank allen Beteiligten, insbesondere aber unserem 1. Vorsitzenden Günther Stratmann und natürlich Helmut Ottner (Kassenwart und auch sonst immer ein offenes Ohr), für deren unermüdliche Unterstützung unserer Arbeit.
Text: Bernd Kloß